Rund 80 Interessierte waren der Einladung des Landratsamtes zum Infomarkt in die Gewerbehalle nach Dogern gefolgt. Dort erhielten sie am Montag, den 23.2.2026, umfassende Informationen über die anstehenden Bauarbeiten.
Nach einer kurzen Begrüßung von Landrat Dr. Martin Kistler und Albbrucks Bürgermeister Stefan Kaiser, informierte Patrick Mülhaupt, Geschäftsführer der Tillig Ingenieure mit Sitz in Dogern, über die geplanten Infrastrukturmaßnahmen. Zu diesen zählen der Anschluss der Baustelle an die B34, der Bau von Straßen auf dem Gelände, die Anschlüsse an die Kanalisation, die Wasserversorgung, die Stromversorgung, Breitband und die Geothermie. Mit dieser soll insbesondere das Klinikgebäude später beheizt und gekühlt werden. Zudem entsteht um die bestehende Kläranlage ein Lärm- und Geruchswall, der zur Abschirmung des Klinikgebäudes sowie der weiteren Bebauung dient.
Mit den Erschließungsarbeiten beauftragt hatte der Kreistag im Dezember 2025 die regional ansässige Baufirma Schleith GmbH. Jannik Paul, Oberbauleiter für das Projekt bei Schleith, erläuterte anschaulich den Ablauf der Arbeiten. Bereits ab dem 2.3.2026 sollen die Bagger rollen. Gestartet wird im östlichen Teil des Geländes mit der Umverlegung von Leitungen und mit der Einrichtung der Baustellenzufahrt. Hierzu wird die B34 auf dem Streckenabschnitt des künftigen Gesundheitsparks verbreitert. Um diese Arbeiten ausführen zu können, soll eine Ampelanlage eingerichtet und die Geschwindigkeit reduziert werden. Die Ampelanlage soll auch nach dem Ende der rund zweiwöchigen Arbeiten bestehen bleiben, aber nur bei Bedarf zum Einsatz kommen. Das Tempolimit soll nach Einrichtung der Baustellenzufahrt wieder entfallen. Insgesamt werden nach Angaben des Oberbauleiters auf dem Gelände 2.500 Meter Wasserleitungen, 9.000 Meter Stromkabel und 12.000 Meter Lehrrohre verlegt. Die Zahlen veranschaulichen: Es handelt sich um eine echte Großbaustelle!
Geplant ist, dass die Bauarbeiten für die innere Erschließung des Gesundheitsparks 2029 abgeschlossen sind.
Im Nachgang zu den Präsentationen tauschten sich die Gäste mit den Experten des Ingenieurbüros, der Baufirma, des Klinikums Hochrhein und des Eigenbetriebs Gesundheitspark Hochrhein aus. Interessierte besichtigten die Musterräume des künftigen Krankenhauses.